Willkommen in Oldsum auf Föhr

Wattlaufen

Wattwandern - Ein uneingeschränktes Vergnügen

Vom Dunsumer Deichparkplatz aus starten fast alle Wattwanderungen der Insel Föhr. Die einzelnen Termine finden Sie im monatlich erscheinenden Kultur- und Freizeitkalender der Insel Föhr und im wöchentlichen Ausflugsprogramm der Wyker-Dampfschiffs-Reederei. Den Kultur- und Freizeitkalender sowie das Ausflugsprogramm der Reederei erhalten Sie in allen Kurverwaltungen der Insel Föhr. Die meisten Termine finden Sie auch hier auf der Internet-Seite in der Rubrik "Freizeit". Die Wattwanderungen sollten Sie nur mit einem ortskundigen Wattführer machen. Gehen Sie nie allein ins Watt! Für Ortsunkundige kann eine Wattwanderung auf eigene Faust zu einer lebensgefährlichen Angelegenheit werden, da Sie die Strömungen und örtlichen Gegebenheiten nicht kennen. Unter ortskundiger Führung kann die Wattwanderung ein einzigartiges und schönes Erlebnis werden. Der in Wellen geriffelte Wattboden ist wohltuend für unsere Füße und die frische salzige Meeresluft macht die Lungen frei und lässt uns tief durchatmen.

Eine Wattwanderung von Föhr nach Amrum

Von der Deichkrone aus haben wir einen einmaligen Blick über das nordfriesische Wattenmeer, zu den Nachbarinsel Amrum und Sylt. Am Fuß des Seedeiches betreten wir über eine kleine Treppe den Wattboden. Die ersten 10 bis 15 Meter sind etwas steinig und ein wenig mit Muscheln bewachsen. Anschließend erreichen wir den festen Sandwattrücken auf dem wir zur Insel Amrum gelangen. Wir können jetzt unsere Aufmerksamkeit auf die Umgebung und die ungewöhnliche Aussicht richten. In einer großen "S" Schleife wandern wir der Insel Amrum entgegen.

Nach ungefähr 1,5 Stunden kommen wir am Schiffswrack der "City of Bedfort" vorbei. Bei der Sturmflut am 04. Februar 1825 ist dieser Salpeterfrachter, von England kommend, auf dem Weg nach Esbjerg (Dänemark) hier gestrandet und im Watt versunken. Die achtköpfige Besatzung musste bei diesem Schiffsbruch auf tragische Weise ihr Leben lassen. Allein die Spannten der Bordwand, die vor einigen Jahren wieder auftauchten und ca. 20 cm aus dem Wattboden ragen, lassen uns Umrisse und Ausmaß des Schiffes erkennen. Dies ist immer ein sehr großer Augenblick für Kinder die sich gleich an Piraten erinnert fühlen und Geschichten über eine Schatztruhe hören wollen. Von hier aus sind es noch ungefähr 30 bis 45 Minuten bis Amrum. Kurz vor Amrum wird es dann noch einmal spannend, denn wir müssen durch das "Mittelloch". Das "Mittelloch", von den Föhrern auch "Feringjib" genannt, ist ein kleiner Wattstrom (Priel) dessen Wasserhöhe stark von den Witterungsverhältnissen abhängig ist. Die erfahrenen Wattführer kennen selbstverständlich die genaue Stelle an der es am flachsten ist und bringen uns sicher durch den Priel. Bei günstiger Witterung reicht das Wasser mal gerade bis zum Knie, es kann aber auch schon mal bis zur Hüfte reichen. Tragen Sie am besten eine Badehose drunter und nehmen Sie eine kleines Handtuch mit. Nach dem "Mittelloch" sind es ca. noch 15 Minuten bis Amrum. Eine interessante Wanderung neigt sich dem Ende und wir sind wohlbehalten über den Meeresboden von einer Insel zur anderen gelangt. Die reine Wanderung zwischen den Inseln dauert ungefähr zwei bis zweieinhalb Stunden und ist ca. 8 km lang. 

Eine naturkundliche Wattwanderung

Wir verlassen die Dunsumer Deichkante in Richtung Sylt zur Sandbank "Liinsand" auf sauberem und festem Sandwatt. Die Wanderung führt uns ca. 4 km ins nordfriesische Wattenmeer hinaus. Wir genießen den herrlichen Rundblick auf die umliegenden Inseln Föhr, Amrum und Sylt. Der Wattführer bringt uns die einzigartige aber auch bedrohte Fauna und Flora des Wattenmeer's näher. Wir graben mit ihm einem Wattwurm aus und schauen zu wie sich Herzmuscheln wieder in den Sand eingraben. Des Weiteren erfahren wir, wie die Gezeiten (Ebbe und Flut) entstehen und was eine Spring- bzw. eine Nippflut ist. Bei sehr viel Glück können wir sogar aus gebührendem Abstand Seehunde beobachten, die sich am Rand der Sandbank sonnen und ausruhen. Die Wanderungen dauern zwischen zwei und vier Stunden, je nach Witterung und Kondition.