Biike 2015

Am 21.Februar wurde auch in Oldsum wieder das traditionelle Biikefeuer entzündet. Auf der ganzen Insel Föhr werden die wochenlang zusammen getragenen Haufen aus Ästen, Baumstämmen und Stroh entzündet. Viele Lokale auf Föhr bieten an diesem Tag auch das traditionelle "Grünkohl Essen" an. Der Ursprung der Biike, inzwischen als UNESCO-WELTKULTURERBE anerkannt, stammt aus grauer Vorzeit und erinnert an den heidnischen Brauch der Friesen den Winter zu vertreiben. Nach der Christianisierung der Friesen durch Bonifatius konnten und wollten sie sich nicht von elementaren Bräuchen der Germanen trennen. So hat sich dieser Brauch durch die Jahrhunderte bis in unsere Tage bewahrt. Um die Mitte des 17. Jahrhunderts galt das "Biike" als Signal für die Walfänger der Insel Föhr, sich zu den Ausgangshäfen (Amsterdam, Kopenhagen & Hamburg) zu begeben. Es war die goldene Zeit der Insel und dauerte bis ca. 1785/1795. Heute ist es mehr ein Fest für Kinder & Jugendliche und das ganze Dorf trifft sich mit Grog und Teepunsch am eigenen Biikehaufen. Symbolisch wird an diesem Tag, der immer am Petritag gefeiert wird, eine selbstgebastelte Strohpuppe verbrannt. Mit dem verbrennen des Piaders sollen der Winter und die bösen Geister vertrieben werden. Traditionell bewachen die Vorkonfirmanden den Biikehaufen und kümmern sich um die Herstellung des Piaders.