Schutz für die Insel: Der Deich

22 km von Wyk bis Utersum, herrliche Spaziergänge, erlebnisreiche Fahrradtouren, Ruhe und Entspannung, Sommer, Schafe, Unmengen von Seevögeln, friedliches Kommen und Gehen der See: Das ist der Deich an der Föhrer Nordküste! Doch auch Sturm, Kälte, Regen und Zerstörung gehören in diese Aufzählung. Und davon könnte der Föhrer Deich sehr lange und ausführlich berichten...

In etwa hundertjähriger Bauzeit wurde er im Jahre 1492 fertiggestellt. Es handelte sich zunächst um einen Sommerdeich, der bei den großen Fluten in den Jahren 1625, 1634, 1717, 1825 und zuletzt 1833 überflutet und teilweise stark beschädigt wurde. Da die Landwirtschaft nur eine geringe Bedeutung hatte und die Dörfer recht sicher auf der hohen Geest lagen, hatte der Deichbau keine hohe Priorität Die Männer waren überwiegend mit der Seefahrt beschäftigt, die Landwirtschaft und der Schutz der Insel lagen in den fleißigen Händen der Frauen. So wird überliefert, dass die Frauen den schweren, nassen Kleiboden in ihren Schürzen den Deich hinauf trugen, um den beschädigten Deich zu reparieren.

Erst zwischen 1897 und 1908 wurde der Deich so verstärkt, dass man von einem Seedeich sprechen kann. Die Höhe der Holland-Flut von 1953 war Anlass für eine umfangreiche Erhöhung und Erneuerung des Deiches. Heute ist der Deich ein unverzichtbarer Schutz für die gesamte Insel ... und ein Ort der Erholung und Entspannung.